Nachdem es mehrere tausend Bankleitzahlen gibt, ist die Wahl der Datenquelle für diese nicht ganz unbedeutend. Da insbesondere die Datei von der Bundesbank pro BLZ mehrere Zeilen benutzt, beläuft sich dort die Anzahl der Datensätze schon auf mehrere Zehntausend (mit einer Dateigröße im MB-bereich). Daher ist BAV so gestaltet, dass man eine beliebige Datenquelle nutzen kann. Prinzipiell kann man auch was ganz eigenes nutzen, aber BAV bietet bereits Implementierungen für gängige Anwendungsfälle an.
Das ist die intuitivste Implementierung. Hierzu wird die Datei der Bundesbank von oben nach unten zeilenweise ausgelesen. Man kann zwar ohne Konvertierung direkt auf der Datei der Bundesbank arbeiten, aber das Finden einer BLZ dauert vergleichsweise zu lang. Außerdem wächst der Aufwand linear mit der Größe der Datei.
Diese Variante hat gegenüber indexgestützten Varianten keinen Vorteil. Sie ist seit Version 0.13 nicht mehr in BAV implementiert. Sie wird noch erwähnt um den Vorteil der anderen Datenstrukturen hervorzuheben.
Eine Datenbank muss von der Bundesbankdatei erzeugt werden. Allerdings läuft das DBS i.d.R. permanent (außer SQLite) und eine langwierige Initialisierung fällt weg. Ein DBS benutzt effiziente Datenstrukturen um die Datenbank nicht linear durchsuchen zu müssen, sondern kann eine BLZ mit logarithmischen Aufwand finden. D.h. bei der doppelten Anzahl an Daten muss nur eine weitere BLZ angeguckt werden. Ein weiterer Vorteil des DBS ist das Anlegen von Indexen auf anderen Attributen um so eine Suche von Banken nach z.B. den Ort zu realisieren. Dies ist in BAV 0.13 noch nicht implementiert.
Die Binäre Suche ist was sehr Feines, die nur auf sortierte Daten (was die Datei der Bundesbank ist) funktioniert. Man guckt in der Mitte nach ob die BLZ größer, kleiner oder gleich der Gesuchten ist. Falls man sie nicht schon gefunden hat, wendet man selbiges Verfahren in der entsprechenden Hälfte an. So braucht man bei ca. 4000 BLZ nur ca 13 mal nachgucken. Das Tolle daran ist, dass man direkt ohne Konvertierung mit der Datei der Bundesbank arbeiten kann, und der Aufwand nur logarithmisch wächst.